Kurioses

KI träumt nicht

Im Schlaf sortiert das menschliche Gehirn den Tag. Erlebnisse werden gefiltert, Erinnerungen gefestigt, Unwichtiges gelöscht. Neurowissenschaftler vermuten, dass Träume eine Art Nebenprodukt dieses Prozesses sind — das Gehirn bei der Inventur.

KI hat keine Inventur. Kein Sortieren über Nacht, kein Verarbeiten, kein Vergessen durch Schlafen. Was einmal trainiert ist, bleibt — und was nicht trainiert wurde, kommt auch nach acht Stunden Ruhe nicht dazu.

Trotzdem passiert in der KI-Welt nachts erstaunlich viel. Große Trainingsläufe werden oft in die Nachtstunden gelegt, wenn Serverkapazität günstiger ist und weniger Anfragen reinkommen. Die KI von morgen entsteht, während ihre Nutzer schlafen.

Schlafen macht schlauer. Nicht schlafen können — auch. Nur anders.

— Franz

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